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Peppol und E-Rechnungsstellung: Was es ist und wie Sie sich vorbereiten

2026-07-09 · 5 min leestijd

E-Rechnungen tauchen immer häufiger auf: Große Kunden verlangen sie, Belgien schreibt sie vor, und Europa arbeitet an neuen Regeln. Doch was genau ist eine E-Rechnung, welche Rolle spielen UBL und Peppol dabei, und was sollten Sie als Webshop-Betreiber jetzt schon regeln? Genau das lesen Sie hier.

Peppol ist ein gesichertes internationales Netzwerk, über das Unternehmen und Behörden E-Rechnungen in einem strukturierten Format wie UBL direkt von System zu System austauschen. Ein PDF per E-Mail ist keine E-Rechnung: Eine echte E-Rechnung ist maschinenlesbar und wird automatisch in die Buchhaltung des Empfängers eingelesen. In den Niederlanden ist die E-Rechnungsstellung zwischen Unternehmen bislang nicht verpflichtend, doch mit der belgischen B2B-Pflicht ab 2026 und den europäischen ViDA-Plänen ist es sinnvoll, sich schon jetzt darauf vorzubereiten.

Was ist eine E-Rechnung — und warum ein PDF keine ist

Viele Unternehmer denken bei einer elektronischen Rechnung an ein PDF im Anhang einer E-Mail. Verständlich, aber formal ist das keine E-Rechnung. Eine echte E-Rechnung ist eine Datei mit strukturierten Daten: Jede Angabe — Rechnungsnummer, Beträge, USt, Lieferant — steht in einem festen Feld, das Software direkt auslesen kann.

Der Unterschied zeigt sich beim Empfänger. Ein PDF muss jemand (oder ein OCR-Scanner) abtippen oder interpretieren, mit entsprechendem Fehlerrisiko. Eine E-Rechnung wird automatisch in die Buchhaltungssoftware des Empfängers eingelesen: kein Abtippen, keine Lesefehler, keine verlorengegangenen Anhänge.

Kurz zusammengefasst:

UBL und Peppol: das Format und das Netzwerk

Zwei Begriffe tauchen bei der E-Rechnungsstellung immer wieder auf, und sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

UBL (Universal Business Language) ist das Dateiformat: ein XML-Standard, in dem alle Rechnungsdaten strukturiert festgehalten werden. Nahezu jede moderne Buchhaltungssoftware kann UBL-Rechnungen einlesen.

Peppol ist das Netzwerk, über das diese Rechnungen sicher versendet werden. Man kann es sich als eine Art internationales Postsystem für Geschäftsdokumente vorstellen: Ihre Software liefert die Rechnung bei einem zertifizierten Zugangspunkt (Access Point) ab, und das Netzwerk stellt sie garantiert und verschlüsselt beim Zugangspunkt des Empfängers zu. Jeder Teilnehmer ist über eine eindeutige Peppol-Adresse auffindbar, häufig basierend auf der KVK-Nummer oder der USt-IdNr.

Der große Vorteil: Sie müssen keine gesonderten Absprachen pro Kunde treffen. Ist der Empfänger an Peppol angeschlossen, kommt Ihre Rechnung an — unabhängig davon, welche Software er verwendet. Weitere Hintergründe finden Sie bei der Netzwerkorganisation selbst auf peppol.org.

Was ändert sich in Europa?

Die E-Rechnungsstellung entwickelt sich in ganz Europa von einer Option zum Standard, wenn auch in jedem Land in einem anderen Tempo.

Die realistische Schlussfolgerung: In den Niederlanden gibt es keine Deadline, vor der man in Panik geraten müsste, doch die Richtung ist eindeutig. Wer schon jetzt E-Rechnungen versenden und empfangen kann, muss später nichts überstürzen. Offizielle Updates zur Gesetzgebung finden Sie bei der Belastingdienst, der niederländischen Steuerbehörde.

Was bringt Ihnen die E-Rechnungsstellung als Webshop?

Auch ohne Verpflichtung bringt die E-Rechnungsstellung direkte Vorteile, vor allem wenn Sie geschäftliche Kunden oder Lieferanten haben:

Für Webshops, die in Richtung Geschäftskunden, ausländische Abnehmer oder größere Handelspartner wachsen, ist die E-Rechnungsstellung zudem immer häufiger eine Voraussetzung statt eines Pluspunkts.

So bereiten Sie sich in vier Schritten vor

Die Vorbereitung auf die E-Rechnungsstellung muss kein eigenes Projekt sein. Das reicht, um startklar zu sein:

  1. Prüfen Sie Ihre Rechnungssoftware. Kann sie UBL-Rechnungen erzeugen und über Peppol versenden? Falls nicht, notieren Sie sich das für die nächste Softwareauswahl.
  2. Bringen Sie Ihre Stammdaten in Ordnung. Eine E-Rechnung steht und fällt mit korrekten Daten: KVK-Nummer, USt-IdNr., IBAN und Adressdaten von Ihnen und Ihren Geschäftskunden.
  3. Machen Sie eine Bestandsaufnahme Ihrer Geschäftsbeziehungen. Fragen Sie große Kunden und Lieferanten, ob sie bereits an Peppol angeschlossen sind — die Chancen stehen gut, dass Sie schon heute E-Rechnungen austauschen können.
  4. Wählen Sie einen Zugang. Eine eigene Technik brauchen Sie dafür nicht: Ein Zugangspunkt ist oft schon fest in Ihre Rechnungssoftware eingebaut.

slimzaak hat das beispielsweise standardmäßig an Bord: Sie versenden UBL-E-Rechnungen über Peppol aus derselben Umgebung heraus, in der auch Ihre Marketplace- und Webshop-Rechnungen erstellt werden, sodass Sie ohne zusätzliche Systeme auf die europäischen E-Rechnungspflichten vorbereitet sind.

Veelgestelde vragen

Ist die E-Rechnungsstellung in den Niederlanden verpflichtend?
Für Rechnungen zwischen Unternehmen (B2B) gibt es in den Niederlanden weder eine Pflicht noch ein angekündigtes Datum. Lieferanten der Rijksoverheid müssen bereits elektronisch fakturieren. In Belgien gilt ab 2026 eine B2B-Pflicht, und die EU arbeitet mit den ViDA-Plänen an einer digitalen USt-Meldung, daher ist eine Vorbereitung sinnvoll.
Was ist der Unterschied zwischen einer UBL-Rechnung und einem PDF?
Eine UBL-Rechnung ist eine XML-Datei mit strukturierten Daten, die Buchhaltungssoftware direkt und automatisch einlesen kann. Ein PDF ist lediglich eine Abbildung einer Rechnung: Diese muss manuell oder per Scanner verarbeitet werden, mit entsprechendem Fehlerrisiko. Nur strukturierte Formate wie UBL gelten als echte E-Rechnung.
Brauche ich ein separates Abonnement oder System für Peppol?
Nein, in der Regel nicht. Sie schließen sich über einen zertifizierten Zugangspunkt an Peppol an, und dieser ist häufig bereits in moderne Rechnungs- oder Buchhaltungssoftware integriert. Sie versenden Ihre Rechnungen dann ganz gewohnt aus Ihrer vertrauten Umgebung heraus, während das Netzwerk die gesicherte Zustellung übernimmt.
Kann ich als kleiner Webshop schon E-Rechnungen versenden?
Ja, die E-Rechnungsstellung ist nicht großen Unternehmen vorbehalten. Unterstützt Ihre Software UBL und Peppol, können Sie schon heute E-Rechnungen an jeden angeschlossenen Empfänger senden. Für kleine Webshops mit Geschäftskunden ist das sogar eine einfache Möglichkeit, professionell aufzutreten und schneller bezahlt zu werden.
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