Vorteile des Multichannel-Verkaufs: mehr Reichweite, mehr Komplexität
Mehr Reichweite, aber auch mehr Verwaltungsaufwand: die Vorteile des Multichannel-Verkaufs, häufige Fallstricke und wie Sie mehrere Vertriebskanäle zentral verwalten.
slimzaak redactie5 min leestijd

Ein leeres Regal kostet mehr als nur den entgangenen Verkauf von heute. Wer über den eigenen Webshop und gleichzeitig über Marktplätze wie bol.com, Amazon, Shopify oder WooCommerce verkauft, merkt schnell: Der Lagerbestand gerät ohne feste Struktur schneller aus dem Takt, als man nachbestellen kann. In diesem Artikel lesen Sie, warum ein Lagerengpass teuer wird, wie Sie mit Sicherheitsbestand und Meldebestand arbeiten und wie Sie Ihren Bestand kanalübergreifend synchron halten.
Ein Produkt, das kurzzeitig „nicht verfügbar" ist, wirkt wie ein kleines, vorübergehendes Problem. In der Praxis ist es das selten. Ein Kunde, der Ihr Produkt nicht kaufen kann, wartet in den seltensten Fällen: Er bestellt sofort bei einem Wettbewerber, und einen Teil dieser Kunden sehen Sie danach nicht wieder. Der entgangene Umsatz von heute ist also oft nur der sichtbare Teil des Schadens.
Bei Verkäufen über Marktplätze wie bol.com kommt ein zweiter, weniger offensichtlicher Effekt hinzu: ein Lagerengpass schadet auch Ihrer Sichtbarkeit. Der Ranking-Algorithmus von Marktplätzen belohnt Verkäufer, die zuverlässig und schnell liefern können, und bestraft Angebote, die regelmäßig als „ausverkauft" markiert sind oder unzuverlässige Lieferzeiten aufweisen. Ist Ihr Angebot einmal in der Sichtbarkeit gesunken, dauert es oft Wochen, bis Sie diese Position zurückgewonnen haben – selbst wenn das Produkt längst wieder auf Lager ist.
Die Kosten eines Lagerengpasses summieren sich also aus mehreren Quellen:
Wer diese Kosten ernst nimmt, investiert in eine Bestandsverwaltung, die Engpässe frühzeitig erkennt, statt erst zu reagieren, wenn das Regal bereits leer ist.
Wer nur über den eigenen Webshop verkauft, hat einen einzigen Ort, an dem der Bestand aktuell sein muss. Sobald ein zweiter Kanal dazukommt – bol.com, Amazon, Shopify oder WooCommerce – wird die Rechnung deutlich komplizierter. Jede Plattform führt ihren eigenen Bestandswert, und ohne zentrale Anbindung müssen Sie diesen Wert auf jedem Kanal einzeln pflegen.
Das Risiko dabei ist konkret: Verkaufen Sie das letzte Exemplar eines Produkts über Ihren Webshop, aber Ihr bol.com-Angebot weiß davon noch nichts, kann ein zweiter Kunde dasselbe Produkt dort ebenfalls kaufen. Das Ergebnis ist ein Überverkauf, den Sie anschließend stornieren müssen – mit allen Folgen für Kundenzufriedenheit und, bei Marktplätzen, für Ihre Verkäuferbewertung. Mehr über die Chancen und Fallstricke von Multichannel-Verkauf lesen Sie in Vorteile des Multichannel-Verkaufs.
Je mehr Kanäle Sie bedienen, desto größer wird dieses Risiko, und desto weniger realistisch wird es, den Bestand manuell in Tabellen oder per Hand auf jeder Plattform anzupassen. Was bei zwei Kanälen und wenigen Bestellungen pro Tag noch funktioniert, wird bei fünf Kanälen und Hunderten Bestellungen pro Woche zur täglichen Fehlerquelle.
Zwei Begriffe helfen dabei, Nachbestellungen nicht dem Zufall zu überlassen: Sicherheitsbestand und Meldebestand.
Der Sicherheitsbestand ist ein Puffer über dem Bestand, den Sie normalerweise während der Lieferzeit eines Lieferanten benötigen. Er fängt Schwankungen ab: eine plötzlich stärkere Nachfrage, eine verzögerte Lieferung oder ein saisonaler Ausschlag rund um Feiertage. Je unregelmäßiger Ihre Nachfrage oder je unzuverlässiger ein Lieferant, desto größer sollten Sie diesen Puffer wählen.
Der Meldebestand ist die Schwelle, bei deren Erreichen Sie automatisch nachbestellen. Er berechnet sich grob als:
Verkaufen Sie beispielsweise durchschnittlich 5 Stück pro Tag, und Ihr Lieferant benötigt 7 Tage für die Lieferung, benötigen Sie mindestens 35 Stück, um die Lieferzeit zu überbrücken. Mit einem Sicherheitsbestand von 15 Stück liegt Ihr Meldebestand bei 50 Stück: Sinkt der Vorrat auf diesen Wert, bestellen Sie nach.
Beide Werte sind keine einmalige Berechnung. Saisonale Produkte, wachsende Verkaufszahlen oder ein neuer Lieferant mit anderer Lieferzeit verändern die richtige Höhe – prüfen Sie Sicherheitsbestand und Meldebestand deshalb regelmäßig pro Produkt.
Selbst die beste Software zeigt nur, was im System steht – nicht zwangsläufig, was tatsächlich im Lager liegt. Beschädigte Ware, Buchungsfehler, falsch gescannte Retouren oder Schwund sorgen mit der Zeit für eine Lücke zwischen dem digitalen und dem physischen Bestand. Ohne Kontrolle bemerken Sie diese Lücke oft erst, wenn ein Kunde ein Produkt bestellt, das gar nicht mehr vorhanden ist.
Zwei Kontrollformen ergänzen sich gut:
Für einen strukturierten Überblick über Ihre Vorräte, Bestellpunkte und Bewegungen je Produkt hilft eine zentrale Bestandsverwaltung, in der Sie sehen, wo Nachzählen tatsächlich nötig ist. Welche administrativen Pflichten in den Niederlanden generell für Ihre Vorratsbuchhaltung gelten, finden Sie außerdem beim offiziellen niederländischen Unternehmerportal auf business.gov.nl.
Die vier vorherigen Punkte lassen sich manuell umsetzen, kosten dann aber viel Zeit und bleiben fehleranfällig, sobald mehrere Kanäle im Spiel sind. Genau dafür ist slimzaak gebaut: Der Lagerbestand wird zentral geführt und automatisch synchron über alle angebundenen Kanäle gehalten, darunter bol.com, Amazon, Shopify, WooCommerce und weitere Plattformen.
Verkaufen Sie ein Produkt über einen Kanal, wird der verfügbare Bestand direkt auf allen anderen Kanälen angepasst. So verkaufen Sie nie versehentlich dasselbe letzte Stück zweimal, und Sie müssen keine Tabellen mehr pflegen oder Bestände manuell zwischen Plattformen abgleichen. slimzaak zeigt außerdem, welche Produkte sich einem kritischen Bestand nähern, sodass Sie rechtzeitig nachbestellen können, statt erst zu reagieren, wenn ein Produkt bereits als „ausverkauft" angezeigt wird.
Sie können slimzaak mit dem kostenlosen ZZP-Plan für €0 pro Monat ausprobieren und direkt sehen, wie sich Ihr eigener Bestand über Ihre angeschlossenen Kanäle verhält – ganz ohne Verpflichtung.
Mehr Reichweite, aber auch mehr Verwaltungsaufwand: die Vorteile des Multichannel-Verkaufs, häufige Fallstricke und wie Sie mehrere Vertriebskanäle zentral verwalten.
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